WICHTIGER HINWEIS: Diese Website verwendet Cookies, um die von uns angebotenen Dienstleistungen zu verbessern. Wenn Sie im Internet surfen weiter, betrachten wir, dass Sie seine Verwendung zu akzeptieren. Sie können die Einstellungen ändern oder weitere Informationen erhalten Sie hier.

nicht mehr anzeigen Diese Meldung

Kunstsammlung

Im neu renovierten Hotel The Caesar ist eine Sammlung römischer Mosaiken zu sehen. Die zehn Ausstellungsstücke aus Syrien stammen in der Mehrzahl aus dem 4. und 5. Jahrhundert n. Chr. und zeigen Pflanzen- und Tiermotive.

In der Römerzeit war die Provinz Syrien ein florierendes Handelszentrum, in deren Städten verschiedenste Handwerke gepflegt wurden. Besonders hervorzuheben ist in diesem Zusammenhang die Herstellung von Mosaiken in den Werkstätten von Antiochia (dem heutigen Antakya). Die Mosaiken waren Luxusartikel für die Häuser der Wohlhabenden. Sie stellten nicht nur eine Art Wand- oder Bodendekoration sondern ein Mittel der Propaganda für den Herrn des Hauses dar.

An den ausgestellten Stücken sind die wichtigsten Merkmale der syrischen Mosaiken zu bewundern. Dazu gehören die Polychromie aller Teile sowie ein ikonographisches Repertoire, das sich aus geometrischen Themen mit Kombinationen verschiedenster Formen entwickelt: Kreise, Quadrate, Mäander, Wellen, Rauten, Zickzack-Linien bis hin zu Tiermotiven, die in vielen Fällen mit dem Geschehen im Zirkus oder der lokalen Fauna in Zusammenhang stehen.

Ab dem 4. Jahrhundert n. Chr. erhält ein neues Dekorationssystem durch den Prozess der Christianisierung der römischen Gesellschaft Vorrang und verändert den Sinn einiger Objekte aus der syrischen Tradition. Dies lässt sich an einem der Mosaiken des Hotels The Caesar veranschaulichen, auf dem ein Adler, ein Krater (Kelch) und zwei Hirsche zu sehen sind. Dies waren ursprünglich in der Römerzeit heidnische Symbole, die bei Einführung des Christentums eine Umdeutung auf die Symbolik der Eucharistie sowie auf Symbole für Ewigkeit und Unsterblichkeit erfuhren. Die aus Blumenreihen gebildeten Böden sind typisch für die Kirchen Palästinas im 5. und 6. Jahrhundert n. Chr.